Vita Franz Grünewald
1993 in Plauen geboren
seit 2004 Schüler am Diesterweg-Gymnasium Plauen
seit 2008 Hauptbeschäftigung Fotografie
2010 Facharbeit „Fotografie“
2011 – 2012 Besondere Lernleistung „Eine fotografische Erkundung der Liebe“
Ausstellungsbeschreibung
Besondere Lernleistung „Eine fotografische Erkundung der Liebe“
Die Besondere Lernleistung ist eine freiwillige Arbeit eines Schülers über zwei Jahre, die an Stelle einer mündlichen Abiturprüfung eingesetzt werden kann. Das Projekt ist eine Erkenntnisreise durch das Thema Liebe und ist in festgelegte Teilgebiete gegliedert: Vielfalt – Wirkung – Schönheit der Liebe. Ebenjene Gebiete werden mit jeweils einer Fotoserie abgedeckt, die trotz ihrer Selbstständigkeit Querverbindungen herstellen und sich der Liebe somit thematisch annähern. Als Grundlage des Projekts dienten philosophische Streifzüge und die Inspiration von einer Vielzahl von Bildenden Künstlern. Fotografisch wurde das Projekt unterschiedlichst ausgeführt. Während „Imitationen„ als digitale Komposition daherkommt, wurde bei „Carmina Burana„ auf möglichst wenig Technik und viel Gefühl gesetzt. Im Einzelnen geht es um Themen, wie den Einfluss des Konsums auf die Liebe, den Prozess der Verschmelzung und der gegenseitigen Imitation zweier Personen, sowie die ästhetische Verbindung zwischen Natur und Liebe.
Twilight
Twilight („Zwielicht„) zeigt digitale Doppelbelichtungen, die den Mensch und sein Umfeld visuell zusammenführen. Es handelt sich um Schwarz-Weiß-Portraits, die im Studio entstanden sind und um Fotografien von Stadt und Natur, die übereinander gelagert wurden.
Freie Presse
Vogtlandanzeiger
Plauen - Der 18-jährige Diesterweg-Gymnasiast Franz Grünewald gehört in Plauen zu einer besonderen Gattung. Er verkörpert aus Sicht des Galeristen Andy Darby die junge Kunst in der Stadt und genau diesen kreativen Lichtblicken will er in der Galerie Forum K in diesem Jahr ein Podium geben. Nachdem der junge Lengenfelder Maler Christian Pietzsch im Februar ausstellte, hängen nun die Bilder des Fotokünstlers Gründewald an den Galeriewänden.
Seine Leidenschaft fürs Fotografieren habe er 2007 im Thailandurlaub entdeckt. Inspirieren lässt sich Grünewald von alltäglichen Situationen, sagt er. Vor allem Menschen setzt er gern in Szene. Um diese zu finden, nutzt er auch die sozialen Netzwerke im Internet. Für eine schulische Projektarbeit hat Grünewald auf seiner Facebook-Seite Personen gesucht, die sich einmal mit einer Sache fotografieren möchten, die sie besonders lieben. 27 Leute haben geantwortet und sich mit ihrem Lieblingsgegenstand in Grünewalds kleinem Fotostudio im Keller des Elternhauses auf zwölf Quadratmetern ablichten lassen. Eine Vorliebe hat der Plauener auch für analoge Fotoapparate, mit denen er seine Leidenschaft ausleben kann. Je weniger Technik, desto besser, so sein Motto.
Grünewald will in seiner ersten großen Ausstellung seine fotografische Erkundung der Liebe dokumentieren. Sie besteht aus drei unterschiedliche Fotostrecken, die in Sachlichkeit, Imitation und Schönheit eingeteilt sind und sich zu einem Gesamtkunstwerk verbinden. Für seinen gefühlvollen Streifzug nutzt er montierte digitale Kompositionen, Fotomontagen, Kontraste, Schwarz-Weiß-Portraits sowie besondere Effekte wie Doppelbelichtungen. In der Ausstellung läuft auf kleinen Bildschirmen außerdem ein aus 1600 Fotos zusammengeschnittener Stop-Motion-Film.
Noch beschreibt Franz Grünewald seine Leidenschaft eher als ein besseres Hobby. Sein wichtigstes Ziel: Es zum Beruf zu machen. In Plauen scheint er bereits recht angesagt zu sein. Rund 90 Zusagen zur Ausstellungseröffnung gibt es auf Facebook, so viel habe noch keine Schau erreicht, sagt Galerist Andy Darby erfreut.
Die Ausstellung Franz Grünewald "BeLL | Twilight" wird am Freitag, 19.30 Uhr, in der Galerie Forum K eröffnet und ist bis zum 13. April zu sehen.
Von Martin Reißmann














